Testspiel
FC Luzern - FC Aarau 5:1 (2:0)
Seefeld, Sarnen. - 2'000 Zuschauer. - SR: Speranda.
Tore: 26. Lustenberger 1:0. 43. Gygax 2:0. 47. Gygax 3:0. 80. Siegrist 4:0. 82. Gashi (Pen) 4:1. 88. Puljic 5:1.
Aarau kalt geduscht
Bislang war der FC Aarau in der Vorbereitungsphase trotz ambitionierten
Gegnern noch ohne Niederlage gewesen, so dass auch das Duell mit den
oberklassigen Luzernern am Sarnersee dementsprechend selbstbewusst in
Angriff genommen wurde. Nach einer ereignislosen Startphase war
Luzern-Keeper David Zibung nach einem tückischen Kopfball von Silvan
Widmer erstmals gefordert. Etwa zehn Minuten später strich ein
Flachschuss von Marco Aratore nur haarscharf am entfernten Pfosten
vorbei. Aus dem Nichts kam Luzern in der 26. Minute zum Führungstreffer,
als FCA-Goalie Sascha Studer eine Hereingabe nicht zu behändigen
vermochte und Claudio Lustenberger aus wenigen Metern nur noch
einzuschieben brauchte. Aarau schien nun kurzzeitig von der Rolle - und
durfte sich bei Jahmir Hyka, albanische Neuverpflichtung in den Luzerner
Reihen, bedanken, dass er aus kürzester Distanz über das leere Gehäuse
schoss (30.). Auf der Gegenseite scheiterte Moustapha Dabo (33.) alleine
vor Schlussmann Zibung. Die Zentralschweizer waren nun spielbestimmend -
vor allem über die Aussenbahnen wusste Luzern viel Druck zu erzeugen,
was Daniel Gygax kurz vor dem Seitenwechsel nach einer Hereingabe von
Xavier Hochstrasser von linksaussen zum 2:0 für den ASL-Vertreter
nutzte.
Ähnliches Bild direkt nach Wiederanpfiff, als Hyka nach einem zügigen
Spielzug erneut Gygax bediente, der das Leder volley im gegnerischen
Gehäuse versenkte. Aus Aarauer Sicht war der Zwischenstand sehr brutal,
doch die eigenen Torchancen wurden teils fahrlässig ausgelassen. Nach
einem Eckball von rechts traf Igor Nganga (50.) aus wenigen Metern nur
ans Lattenkreuz. Im weiteren Verlauf des zweiten Durchgangs - inzwischen
regnete es stark - scheiterten auch Aratore, Gashi und Stojkov jeweils
an Luzern-Keeper Zibung. Zudem hatte Luzern auch das Glück auf seiner
Seite, als Puljic eine Hereingabe an die eigene Torumrandung lenkte. Die
Aarauer wurden auch in der Schlussphase kalt geduscht: Zuerst stand
Nico Siegrist (80.) goldrichtig, nachdem ein Freistoss von Hakan Yakin
am linken Torpfosten gelandet war; wenig später köpfte Verteidiger
Tomislav Puljic (88.) einen Eckball zum klaren Endstand ein. Dazwischen
kam der FCA immerhin zum Ehrentreffer, als Shkelzen Gashi -
ungewohnterweise als linker Aussenverteidiger eingesetzt - einen an ihm
selbst verursachten Foulpenalty verwandeln konnte (82.).
Nach dem Spiel sagte Aarau-Chefcoach René Weiler, dass "uns die Limiten
aufgezeigt" worden seien. Andererseits sprach Weiler auch von "wichtigen
Erkenntnissen", die das Testspiel zur Einweihung des neuen Sportplatzes
in der Gemeinde Sarnen geliefert habe. "Die Arbeit wird uns sicherlich
nicht ausgehen", meinte Weiler, auch wenn die Niederlage "um ein bis
zwei Tore zu deutlich" ausgefallen sei. Zudem "haben wir viel
ausprobiert", so der FCA-Coach, um die ungewohnten Spielpositionen
einzelner Akteure anzusprechen. Es sei interessant gewesen zu sehen, wie
sich diese Spieler in der Begegnung präsentiert hätten.
(Patrick Haller)
Bemerkungen:
Luzern ohne Bento, Fanger, Kukeli, Pacar, Renggli, Wüthrich (alle geschont/verletzt).
Aarau ohne Gonçalves (krank), Mall (verletzt).
50. Nganga trifft ans Lattenkreuz.
70. Puljic lenkt Hereingabe an den eigenen Pfosten.
Zur zweiten Halbzeit rückte Benito ins rechte Mittelfeld und Gashi spielte als linker Verteidiger. Nach der Einwechslung von Stojkov stellte Aarau auf ein 4-4-2-System um.

FC Luzern
Zibung; Thiesson (60. Adekunle), Sarr (60. Urtic), Puljic, Lustenberger; Kibebe (60. Kryeziu); Winter (33. Gygax), Wiss, Hochstrasser (68. Siegrist), Hyka (60. Ferreira); Ianu (46. Yakin).
FC Aarau
Studer; Widmer (46. Staubli), Garat (37. Ludäscher), Nganga, Benito; Burki, Ionita (60. Stojkov); Aratore, Schultz, Marazzi (46. Gashi); Dabo.
