Challenge League
FC Lugano - FC Aarau 3:1 (2:1)
Cornaredo, Lugano. - 2'400 Zuschauer. - SR: Erlachner.
Tore: 14. Senger 1:0. 22. Dabo 1:1. 38. Possanzini 2:1. 88. Da Silva 3:1.
Keine Punkte im Tessin
Der FC Aarau muss beim Auswärtsspiel in Lugano seine erste Niederlage in der laufenden Saison einstecken.
Die Aargauer spielten mit dem Selbstvertrauen von zwei Siegen auch in
Lugano anfangs frech nach vorne, woraus sich eine intensive Startphase
gegen einen spielstarken Gastgeber ergab. Ausschlaggebend für den
heimischen Vollerfolg war die Effizienz der Luganesi: In der 14. Minute
wurde Aarau für defensive Nachlässigkeiten hart bestraft, als Dante
Adrian Senger eine Hereingabe von Luca Baldo völlig freistehend zum
frühen Führungstreffer mit der ersten Möglichkeit der Begegnung
verwerten konnte. Kurz vor der Halbzeitpause setzte sich Senger auf dem
linken Flügel durch, dessen Hereingabe vom routinierten Italo-Stürmer
Davide Possanzini direkt in die Maschen genagelt wurde. Dazwischen hatte
Moustapha Dabo (22.) nach dem weiten Zuspiel von Sandro Burki mit einem
herrlichen Heber über Lugano-Keeper Francesco Russo zum
zwischenzeitlichen 1:1 ausgleichen können. Ansonsten gab es im Tessin
vor dem Pausentee vor allem Kopfballchancen zu bestaunen, aber Nganga
(18.) und Stojkov (45.) wussten ebenso wenig zu reüssieren wie Senger,
der das Leder im Anschluss an einem Freistoss nach einer missglückten
Abseitsfalle der Aarauer - von den gewährten Freiheiten überrascht -
direkt in die Arme von FCA-Goalie Sascha Studer köpfte (30.).
Die
Aarauer waren an diesem Montagabend im Cornaredo zwar nahe an einem
Punktgewinn dran, doch mangelte es heute an der Qualität im Abschluss.
So scheiterten David Marazzi (51.) per Freistoss bzw. Alain Schultz
(53.), dessen abgelenkter Distanzschuss von Torhüter Russo zur Ecke
abgewehrt wurde; später schoss auch der eingewechselte Shkelzen Gashi
(64.) knapp am rechten Torpfosten vorbei. Es blieb spannend, weil es den
Lokalmatadoren nun auch nicht mehr gelang, ihre seltenen Gelegenheiten
in weitere Torerfolge umzumünzen. Zuerst klärte Silvan Widmer in
extremis gegen Senger, nachdem Letzterer schon Goalie Studer umlaufen
hatte (66.). Etwa zehn Minuten später - als Lugano nach der Ampelkarte
gegen Marko Basic bereits in Unterzahl spielte - schoss Possanzini
kläglich am Aarauer Tor vorbei, nachdem er eine zu kurze
Kopfballrückgabe von Nganga abgefangen hatte. Die endgültige
Entscheidung fiel in der 88. Minute, als Carlos Da Silva alleine vor
Studer zum Endstand von 3:1 traf - zuvor hatte Aarau trotz grossen
Bemühungen nichts Zählbares mehr zu Stande gebracht.
Stimmen zum Spiel:
René
Weiler (FCA-Cheftrainer): "Lugano war heute einfach effizienter. Sie
haben schon ihre erste Gelegenheit eiskalt ausgenutzt und auch bewiesen,
dass sie eine gefährliche Mannschaft mit Einzelspielern von hoher
Qualität sind. Wir haben sehr gut begonnen, aber uns insgesamt einfach
zu wenige zwingende Torchancen erspielen können. Unser Kader ist sehr
ausgeglichen, so dass es auch in Zukunft immer mal wieder zu Rotationen
in der Startaufstellung kommen wird. Die Neuen haben ihre Sache gut
gemacht. Wir haben durchaus auch gute Ansätze gezeigt, welche mich
positiv für die weiteren Spiele stimmen."
(Patrick Haller)
Bemerkungen:
Lugano ohne Bega, Casanova (beide verletzt).
Aarau ohne Mall (verletzt).
Verwarnungen: 22. Dabo (Unsportlichkeit), 32. Stojkov, 37. Basic (beide Foulspiel), 48. Schultz (Handspiel), 54. Da Silva (Foulspiel)
Platzverweis: 70. Basic (Unsportlichkeit)

FC Lugano
Russo; Thrier, Witschi, Sarni, Iapichino; Da Silva, Baldo, Basic (69), Bonanni (67. Rey); Senger (74. Forzano), Possanzini (86. Preisig).
FC Aarau
Studer; Widmer, Garat, Nganga, Benito; Burki, Schultz; Staubli (77. Gonçalves), Stojkov (62. Gashi), Marazzi (72. Aratore); Dabo.
